Wahllichtbildvorlage

Die Wahllichtbildvorlage ist wohl die häufigste Verfahrensart zum Wiedererkennen von Personen.

Wie die Wahllichtbildvorlage durchgeführt werden soll ist in Nr. 18 RiStBV geregelt. Diese wurde 2015 geändert und sieht jetzt in der Regel eine sog. »sequentielle Wahllichtbildvorlage« vor.

Nr. 18 RiStBV – Gegenüberstellung und Wahllichtbildvorlage

(1) Soll durch eine Gegenüberstellung geklärt werden, ob der Beschuldigte der Täter ist, so ist dem Zeugen nicht nur der Beschuldigte, sondern auch eine Reihe anderer Personen gleichen Geschlechts, ähnlichen Alters und ähnlicher Erscheinung gegenüberzustellen, und zwar in einer Form, die nicht erkennen lässt, wer von den Gegenübergestellten der Beschuldigte ist (Wahlgegenüberstellung). Die Wahlgegenüberstellung kann auch mittels elektronischer Bildtechnik durchgeführt werden (wie zB Wahlvideogegenüberstellung).

(2) Die Gegenüberstellung soll grundsätzlich nacheinander und nicht gleichzeitig erfolgen. Sie soll auch dann vollständig durchgeführt werden, wenn der Zeuge zwischenzeitlich erklärt, eine Person erkannt zu haben. Die Einzelheiten sind aktenkundig zu machen.

(3) Die Absätze 1 und 2 gelten bei der Vorlage von Lichtbildern (Wahllichtbildvorlage) mit der Maßgabe, dass dem Zeugen mindestens acht Personen gezeigt werden sollen, entsprechend.

Literatur

  • Gertler in BeckOK-StPO, RiStBV 18 Gegenüberstellung und Wahllichtbildvorlage

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